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Optimale Lichtsteuerung

Spätestens mit der Einführung des Glühlampendimmers in den 80er Jahren, begannen die Menschen Lichtstimmungen und Szenarien bewusst zu empfinden. Beleuchtung war mehr als „hell machen“.

Die Schaffung großer Wohnlandschaften, offener Wohnetagen, flexible Nutzungsprofile von Räumen erfordern eine komfortable Steuerung der Beleuchtung auch in Wohnungen.

Ähnlich, wie schon sehr früh emotionale Momente am Theater mit Beleuchtung geschaffen wurden, erreichte diese Dimension der kreativen Lichtgestaltung mit der Jahrtausendwende nun auch unser Wohnumfeld. Der Beruf des Lichtdesigners wurde geschaffen und geschult.

Ähnlich der Veränderung des Lichtes in der Natur, können wir mit Helligkeit, Schattigkeit, Lichtrichtung, Lichtfarbe und Veränderlichkeit wirksam sinnliche Ebenen und emotionales Empfinden steuern.

Dazu müssen Leuchten mehr als nur ein-und ausgeschaltet werden, sondern vielmehr in Gruppen zu Szenarien gefasst und gemeinsam gedimmt und in Farbe und Ausrichtung geändert werden.

Ein Steuerprotokoll, welches für die Bühne entwickelt wurde und auch heute in der Gebäudetechnik vor allem bei farbdynamischen Leuchten Anwendung findet, ist das DMX-Protokoll. DMX wird vor allem für die Signalausgabe an RGB-Leuchten, Projektoren und weiteren Motoren, wie zum Beispiel Wasserpumpen für Effektzwecke eingesetzt. Szenische Abläufe sind gut programmierbar. Abgerufen werden entweder klare Szenarien über Schaltuhreingänge oder die DMX-Steuerung wird an das Haussystem über Dali oder KNX Gateway angebunden.  DMX lässt sehr schnelle Schaltgeschwindigkeiten zu, bietet aber keine Rückmeldungen über ausgeführte Aktionen oder Fehler im Gerät, wie andere proprioritäre Steuerungen. DMX wird für temporäre Großinstallationen oder zur Ansteuerung von speziellen farbdynamischen Leuchten am Ende einer Haussteuerung mittels Gateway eingesetzt.

Für Gebäude – und Hausinstallationen hat sich das KNX Bus-System (früher EIB, Europäischer Installationsbus) als am wesentlichsten verbreiteter Standard durchgesetzt.

Auf Grund der Standardisierung von zahlreichen Herstellern und Elektrohandwerkern auf dieses Protokoll ist eine Betreuung auf lange Sicht gesichert. Wenn man ein Haus baut, erwartet man von einem Dach eine Standzeit von 70 Jahren. Ähnlich sollte man auch bei dem Einbau einer Steuerung für alle wesentlichen Medien im Haus an eine entsprechend ausdauernde Betreuung und Wartung denken.

Weitere aktuell auf dem Markt befindliche Steuerungen sind Zig Bee, Digital Strom, Enocean, HomeMAtic, LCN, Loxone, enet, Busch free@home, Crestron.

Die Steuerung der reinen Leuchten erfolgt in jedem Fall über ein Zwischenprotokoll. Hier hat sich in Europa der DALI-Standard durchgesetzt. Gegenüber der herkömmlichen analogen 1-10 V Steuerung kann DALI über eine Leitung mehrere Adressate ansprechen und Rückmeldungen liefern. Die Geschwindigkeit ist nicht ansatzweise so hoch, wie bei DMX jedoch gilt DALI als zuverlässige Methode, worauf es in einer Hausinstallation vorrangig ankommt.

Der DALI Standard wird ständig weiterentwickelt und vereint mittlerweile auch Befehle für Tunable White dimmen.

Wem dieser Ausflug in die Welt der Lichtsteuerungen zu unübersichtlich dahergekommen ist, dem sei zum Schluss gesagt, auch in jedem Auto steckt ein Smart-Bus … wir merken jedoch mit den wenigen Bedienaktionen, die wir vollführen gar nicht, was im Hintergrund da alles so abläuft. Wenn vor 100 Jahren der Kraftfahrzeugführer noch als Ausbildungsberuf geführt war, nimmt uns das Fahrzeug heute nahezu alle Eingriffe ab, dank einem Smart-Bus System. Ebenso sollten wir es unseren Häusern ermöglichen, intelligent zu werden!

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